







Mit: Ann Göbel, Margarita Breitkreitz, Sebastian Kaiser, Zoran Terzic, Helena Theodoridis, Tessa Wyrostek, Hinnerk Henze, Clara Palmowski, u.a.
Während es überall in der Welt scheppert, erinnert uns Dostojevski daran, dass auch der Tod die Menschen nicht von ihrer Niederträchtigkeit befreit. Die radikale Lösung ist keine. Bobok, vergleichbar zu den Urworten Ubu und Dada, ist die Sprache der Toten. Und vielleicht ist das die einzige Sprache, deren Wahrheit nun mit der künstlichen Intelligenz zutage tritt, die ebenso von den Gesetzen des Kapitals programmiert ist wie ein Spätsommer-Bombenregen. Bobok! Bobok! „Die kapitalistische Gesellschaft ist ein Tod, der mit allen Anzeichen des Lebens ausgestattet ist.“ (Jacques Camatte) Die Inszenierung blickt in 80 Minuten auf 13,7 Milliarden Jahre Entstehungsgeschichte, aufs Große und Ganze, während sich das Große und Ganze in die Beliebigkeit aller Einzelnen auflöst. Idiota ergo sum.
»Es geht tatsächlich etwas Sonderbares in mir vor. Auch mein Charakter ändert sich, und der Kopf tut mir weh. Ich fange schon an, ganz absonderliche Sachen zu hören und zu sehen. Nicht geradezu, dass es Stimmen wären, die ich höre; aber es ist mir doch, als ob neben mir etwas gluckse: Bobók, bobók, bobók!«
- 20.00Roter Salon
Idiolab