
Neueste Erkenntnisse über das Weltall im Austausch mit Physiker:innen, Philosoph:innen, Sci-Fi, Astronauten-Prosa und anderen Imaginationen
Hi Weltall.
Wir haben ein paar Fragen: In jedem Millimeter steckst du. Wo aber stecken wir? Menschlich ist inzwischen, das Menschliche zu überwinden. Was folgt aber daraus? Etwas Unmenschliches? Wir glauben an die Wissenschaft, aber glaubt die Wissenschaft an uns?
Ernst Mach beschreibt dich als ein „einseitiges Wesen“, etwas, das keine Reflexion ermöglicht, da es alles vollständig ausfüllt und nichts anderes außer sich kennt. Doch jede Sache, so der französische Philosoph Clement Rosset, „die nur in sich selbst existiert, … unfähig, sich zu reflektieren“ ist idiotisch. Du, Weltraum, bist also ein Vollidiot. Und deine Idiotie spüren wir in jedem Moment, jedem Gedanken, der diesen Namen verdient. Trotz alledem steckt in unseren Apparaturen die Sehnsucht nach einer Erklärung von ‚Außen‘ – ein Außen, das es nie gegeben hat, das wir aber mit jeder Formel wie vor einem Totem heraufbeschwören.
Søren Kierkegaard schreibt in seinem Katalog der Paradoxien, dass die Wahrheit an der Absurdität erkennbar sei, und nie scheint dies wahrer als heute. Wie fügen wir also das All und die Einzelnen, die wir sind, gedanklich zusammen, wie verschmelzen wir Weltzustand und Erkenntniszustand? Was sind die Anschauungsmittel, mit denen wir dem naturwissenschaftlichen Weltbild gerecht werden können, an das selbst Fundamentalisten glauben, wenn sie auf Insta posten?
Also, All, lassen wir die Kunst die Physik befragen, um dir auf die Schliche zu kommen.
Herzlich,
Alle
PS: IDIOLAB #7 präsentiert neueste Erkenntnisse über das Weltall im Austausch mit Physiker:innen, Philosoph:innen, Sci-Fi, Astronauten-Prosa und anderen Imaginationen
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