

Exit Void | KMRU
Das Klangkollektiv EXIT VOID entstand aus der gemeinsamen Arbeit an einem Soundtrack für eine Videoinstallation und entwickelte sich zu einer festen Formation, die elektronische und akustische Instrumente gleichberechtigt einsetzt. Kompositorische Strukturen wechseln mit offenen, improvisierten Passagen.
Die Arbeitsweise von EXIT VOID knüpft an kollektive Ensemblekonzepte an, wie sie seit dem Minimalismus erprobt wurden: Wiederholung, Schichtung und langsame Transformation als formbildende Prinzipien. Diese Denkweise wird hier mit elektronischer Klangforschung und zeitgenössischer Improvisationspraxis verbunden. Entscheidender als solistische Exposition ist das aufmerksame Reagieren innerhalb des Ensembles – Form entsteht im Prozess.
Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen, klar profilierten Kontexten:
Manfred Engelmayr (Bulbul / guitar) ist unter anderem Mitglied der experimentellen Rockband Bulbul und prägt seit Jahren die österreichische Noise- und Avant-Rock-Szene.
Katrin Euller (aka Rent / electronics) realisiert elektronische Live-Projekte und Klanginstallationen und arbeitet an der Schnittstelle von Performance und Komposition.
Alex Kranabetter (Drank / trumpet, electronics) lässt die Grenzen des konventionellen Trompetenspiels hinter sich und kreiert Musik zwischen freier Improvisation und elektroakustischer Klangkunst.
Wolfgang Lehmann (Voyage Futur / guitar, electronics) arbeitet als Gitarrist, Multiinstrumentalist und Produzent in Bandprojekten zwischen Ambient, Noise, Pop und elektronischer Musik.
Anja Plaschg (aka Soap&Skin / voice, electronics) arbeitet international unter dem Namen Soap&Skin. Ihre Veröffentlichungen und Filmmusiken verbinden reduzierte Arrangements, elektronische Verdichtung und eine markante vokale Handschrift.
David Reumüller (Reflector / drums, electronics) arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle von Musik und bildender Kunst, Raum- und Videoinstallation; musikalisch oszilliert er zwischen experimentellem Metal, Soundscapes und Noise.
KMRU (Joseph Kamaru) ist ein in Nairobi geborener und in Berlin lebender Klangkünstler, der in den Bereichen Field Recording, experimentelle Komposition, Installation und Performance arbeitet. Seine Arbeit erforscht erweiterte Praktiken des Hörens, Ökologie und klangliche Erinnerung jenseits konventioneller auditiver Rahmen. Er ist international aufgetreten und stellte unter anderem bei Berlin Atonal, CTM Festival, im Barbican Centre, bei Ars Electronica sowie auf der Venice Architecture Biennale aus. Seine Musik veröffentlicht er bei Labels wie Editions Mego, Touch und Subtext. Sein neues Album Kin ist im Februar 2026 erschienen.
In Kooperation mit dem Elevate Festival
